Technischer Hinweis: Geschwindigkeitssensoren in PDK-Getrieben
Technische Anmerkung: Geschwindigkeitssensoren in PDK-Getrieben
Die Sensorfläche des OEM-Geschwindigkeitssensors besteht aus einem Kunststoffmaterial namens PEEK (Polyetheretherketon). Im Laufe der Zeit kann sich dieses Material verformen; dies hat jedoch nur minimale Auswirkungen auf die Leistung. Das Hauptproblem ist, dass es mit zunehmendem Alter spröder wird und das Bauteil selbst relativ teuer ist.

Viele Nachrüst-Geschwindigkeitssensoren auf dem Markt verwenden Aluminiumlegierungen als Sensorfläche. Ein entscheidender Faktor wird jedoch oft übersehen: Die Verwendung von Aluminium führt zu Wirbelstromeffekten.
Wirbelströme können das Drehzahlsignal erheblich beeinflussen, insbesondere bei hohen Drehzahlen. Basierend auf Berechnungen:
- Bei 6000 U/min:
Eine 0,2 mm Aluminium-Sensorfläche führt zu einer Signaldämpfung von ca. 10 % und einer Phasenverschiebung von ca. 20°.
Eine 0,3 mm Aluminium-Sensorfläche führt zu einer Signaldämpfung von ca. 20 % und einer Phasenverschiebung von ca. 26°.
- Bei 8000 U/min werden die Auswirkungen noch ausgeprägter.
- Bei 1000 U/min ist der Effekt vernachlässigbar.
Soweit mir bekannt ist, verwenden einige Marken Sensorflächen aus Aluminiumlegierungen. Obwohl diese unter normalen Fahrbedingungen adäquat funktionieren, sind sie für den Einsatz auf der Rennstrecke nicht zu empfehlen, da höhere Drehzahlen zu einer erhöhten Signalinstabilität führen.
Einige Hersteller verwenden Edelstahl für die Sensorfläche, was Wirbelstromeffekte eliminiert. Die CNC-Bearbeitungskosten für Edelstahl sind jedoch etwa dreimal höher als für Aluminium. Eine mögliche Lösung könnte ein Hybrid-Design sein—ein Aluminiumlegierungsgehäuse mit CNC-Bearbeitung, kombiniert mit einer Edelstahl-Sensorfläche.
Empfehlung:
Bei der Auswahl eines PDK-Getriebe-Geschwindigkeitssensors ist es wichtig, das Material der Sensorfläche zu überprüfen, um mögliche Leistungsprobleme zu vermeiden.